Eine Wärmepumpe holt Wärme aus der Außenluft und hebt sie auf die Temperatur, die deine Heizkörper brauchen. Je kleiner dieser Sprung, desto effizienter. Fußbodenheizung verlangt rund 35 °C und liefert eine hohe Arbeitszahl; alte Heizkörper, die 55–65 °C brauchen, drücken sie deutlich. Und ausgerechnet an den kältesten Tagen — wenn du die meiste Wärme brauchst — ist sie am niedrigsten.
Deshalb ist der Jahresdurchschnitt, die JAZ, die ehrliche Zahl: nicht die Spitzen-COP aus dem Prospekt, sondern das, was dein Haus über die ganze Heizperiode wirklich erreicht. Dieser Rechner ermittelt sie mit der tatsächlichen Stundentemperatur an deiner Postleitzahl und der Vorlauftemperatur, die zu deiner Heizung passt.
Ein deutsches Detail, das viele überrascht: bei einem Strompreis von rund 35 ct und einem Gaspreis von rund 11 ct pro kWh rechnet sich eine Wärmepumpe erst ab einer JAZ von etwa 3,2. Ein Bestandsgebäude mit Heizkörpern kommt oft auf 2,4 bis 2,6 — dann wird die Jahresrechnung mit Wärmepumpe höher als mit Gas. Dieser Rechner sagt dir das, statt es zu verschweigen.
In einem echten Haus mit Heizkörpern und einem deutschen Winter liegt die Jahresarbeitszahl oft zwischen 2 und 3,5 — nicht bei den 4 aus der Werbung. Fußbodenheizung schneidet am besten ab, alte Heizkörper am schlechtesten. Dieser Rechner ermittelt sie für deine Situation.
Bei niedriger Vorlauftemperatur und guter Dämmung lohnt sich voll elektrisch. Sonst ist hybrid oft klüger: die Wärmepumpe übernimmt die milde Mehrheit der Stunden, der Kessel die wenigen kältesten Tage — geringere Investition, die Heizkörper bleiben.
Die Grundförderung beträgt 30 % der förderfähigen Kosten (höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit). Dazu können ein Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % und ein Einkommensbonus kommen, gedeckelt auf maximal 70 % — in der niedrigsten Einkommensgruppe bis 80 %. Stand August 2026; die Sätze ändern sich ab 2027. Prüf die aktuellen Bedingungen bei der KfW.
Nein, es ist eine gute Einschätzung. Wärmebedarf, JAZ und Investition sind Schätzungen auf Basis deines Gasverbrauchs und deiner Wärmeabgabe; für eine genaue Auslegung brauchst du einen Fachbetrieb. Der Wert liegt in der ehrlichen JAZ und der Richtung der Empfehlung.